1010
1010
1010
Der polnisch-deutsche Künstler 1010, ausgesprochen „ten-ten“, gehört zu den markantesten Positionen der zeitgenössischen Urban Art. Geboren 1979 im polnischen Kętrzyn und in Deutschland aufgewachsen, begann er bereits mit 15 Jahren mit Graffiti. Nach seinem Studium in Design und Illustration in Hamburg entwickelte er eine eigenständige visuelle Sprache, die heute weltweit Wiedererkennungswert hat.
Seine Arbeiten sind vor allem für ihre vielschichtigen Farbverläufe bekannt, die wie dreidimensionale Öffnungen wirken. Die Formen erinnern an Portale, Höhlen oder tiefe Räume und erzeugen eine starke Illusion von Tiefe auf flachen Oberflächen. Seit seiner „Abyss Series“ entstehen so Bildwelten, die mit Wahrnehmung spielen und Betrachterinnen und Betrachter förmlich in sich hineinziehen.
Im Mittelpunkt seiner Arbeit stehen Fragen nach Raum, Zeit und Wahrnehmung. Seine Werke sind oft eng mit dem jeweiligen Ort verbunden und beziehen Architektur bewusst mit ein.
Beim Metropolink Urban Art Festival 2016 gestaltete 1010 die Fassade eines ehemaligen Bordells in der Heidelberger Bahnstadt. Mit seinem charakteristischen Stil verwandelte er das Gebäude in ein offenes, zugängliches Kunstwerk und setzte damit ein Zeichen für Veränderung. Das Gebäude wurde 2019 abgerissen, das Werk bleibt jedoch Teil der Festivalgeschichte.
2025 kehrte 1010 zurück und realisierte ein großformatiges Mural im Metropolink Commissary, das sich über die gesamte Hallenwand erstreckt und seine raumgreifende Bildsprache eindrucksvoll weiterführt.









